Geschwindigkeitsüberschreitung: Bußgeld, Punkte & Fahrverbot

Aktualisiert März 2026 Lesezeit: 7 Min

Geschwindigkeitsüberschreitung in Deutschland — Überblick

Geschwindigkeitsüberschreitungen gehören zu den häufigsten Verkehrsordnungswidrigkeiten in Deutschland. Ob innerorts, auf der Landstraße oder auf der Autobahn — wer zu schnell fährt, riskiert Bußgelder, Punkte in Flensburg und im schlimmsten Fall ein Fahrverbot.

Die Höhe der Strafe richtet sich nach dem Ort des Verstoßes und der gefahrenen Geschwindigkeit abzüglich eines Toleranzwertes. Innerorts gelten strengere Strafen als außerorts, da die Gefährdung für Fußgänger und Radfahrer hier deutlich höher ist.

Toleranzabzug — wie wird gemessen?

Bevor ein Bußgeld berechnet wird, zieht die Behörde einen Toleranzwert von der gemessenen Geschwindigkeit ab. Dieser soll Messungenauigkeiten ausgleichen:

  • Bis 100 km/h: 3 km/h Toleranz
  • Über 100 km/h: 3 % der gemessenen Geschwindigkeit

Bei bestimmten Messgeräten wie PoliScan Speed oder dem Leivtec XV3 gibt es allerdings bekannte Fehlerquellen. Gerichte haben Messungen mit diesen Geräten in der Vergangenheit wiederholt für unverwertbar erklärt — ein möglicher Ansatzpunkt für einen Einspruch.

Ab wann gibt es Punkte und Fahrverbot?

Die Konsequenzen einer Geschwindigkeitsüberschreitung staffeln sich nach der Höhe des Verstoßes:

  • Bis 20 km/h zu schnell: Nur Bußgeld, keine Punkte (innerorts bis 30 €, außerorts bis 25 €)
  • 21–30 km/h zu schnell: Bußgeld + 1 Punkt in Flensburg
  • 31–40 km/h zu schnell: Bußgeld + 1 Punkt + ggf. 1 Monat Fahrverbot (innerorts)
  • Über 40 km/h zu schnell: Hohes Bußgeld + 2 Punkte + mindestens 1 Monat Fahrverbot

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Sonderfall Probezeit

Für Fahranfänger in der Probezeit gelten verschärfte Regeln. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 21 km/h oder mehr wird als A-Verstoß gewertet. Die Folge: Die Probezeit wird von zwei auf vier Jahre verlängert und ein Aufbauseminar wird angeordnet.

Bei einem zweiten A-Verstoß drohen eine verkehrspsychologische Beratung und letztlich der Führerscheinentzug. Gerade für Fahranfänger kann sich ein Einspruch daher besonders lohnen.

Einspruch bei Geschwindigkeitsüberschreitung

Nicht jeder Bußgeldbescheid wegen Geschwindigkeitsüberschreitung ist fehlerfrei. Häufige Ansatzpunkte für einen Einspruch sind:

  • Fehlerhafter Toleranzabzug durch die Behörde
  • Verwendung eines Messgeräts mit bekannten Fehlerquellen
  • Fehlende oder unvollständige Beschilderung am Messort
  • Mangelhafter Eichnachweis des Messgeräts
  • Verjährung des Verstoßes (3-Monats-Frist überschritten)

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Bußgeldtabelle: Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

ÜberschreitungBußgeldPunkteFahrverbot
Bis 10 km/h30 €
11–15 km/h50 €
16–20 km/h70 €
21–25 km/h115 €1
26–30 km/h180 €1(1 Monat)*
31–40 km/h260 €21 Monat
41–50 km/h400 €21 Monat
51–60 km/h560 €22 Monate
61–70 km/h700 €23 Monate
Über 70 km/h800 €23 Monate

Häufige Fragen

Bei Geschwindigkeiten bis 100 km/h werden 3 km/h abgezogen. Über 100 km/h beträgt der Toleranzabzug 3 Prozent der gemessenen Geschwindigkeit. Dieser Abzug soll Messungenauigkeiten ausgleichen.
Punkte in Flensburg gibt es ab einer Überschreitung von 21 km/h — sowohl innerorts als auch außerorts. Unterhalb von 21 km/h wird nur ein Bußgeld fällig.
Innerorts droht ein Fahrverbot ab 31 km/h zu schnell, außerorts ab 41 km/h. Bei wiederholten Verstößen (zweimal über 26 km/h innerhalb eines Jahres) kann ebenfalls ein Monat Fahrverbot verhängt werden.
Ein Einspruch kann sich lohnen, wenn es Zweifel an der Messung gibt — etwa bei einem Gerät mit bekannten Fehlerquellen, fehlerhaftem Toleranzabzug oder Verjährung. Laden Sie Ihren Bescheid bei BußgeldPro hoch, um die Chancen kostenlos einschätzen zu lassen.

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